Als der Ruhrpott noch schwarz-weiss war

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Beim Ruhrgebiet dachte man an kohlenstaubgeschwärzte Menschen, die eine merkwürdige Sprache sprechen, an eine Gegend, in der die Wäsche schmutzig von der Leine kommt, weil der Himmel grau oder schweflig-gelb, aber niemals blau ist. Kurz: an einen Ort, den man eigentlich gar nicht erst kennen lernen will. Das änderte sich mit dem neuen jungen Medium Fernsehen, nicht auf einen Schlag, aber doch ziemlich rasch. Hatten die ersten Filme aus dem Ruhrgebiet manchmal noch den Tonfall von Expeditionsberichten, so wuchsen schnell Interesse und Faszination für die riesige Stadtlandschaft und ihre Menschen. Als in der Mitte des Jahrzehnts die Schwerindustrie mit der Kohlekrise zum ersten Mal ins Wanken gerät, stehen nicht nur die wirtschaftlichen Aspekte im Mittelpunkt. Reporter und Filmemacher des WDR beobachten und begleiten die Menschen an ihren Arbeitsplätzen auf der Zeche und am Hochofen, in ihrer Freizeit im Schrebergarten, in der Kneipe und auf dem Fußballplatz und zu Hause in ihrer privaten Welt. Es entsteht in wenigen Jahren ein vielschichtiges Bild der Lebenswelt im Ruhrpott, schwarz-weiß, aber mit vielen Grauschattierungen. Der Zweiteiler "Als das Ruhrgebiet noch schwarz-weiß war" will dieses Bild wieder in Erinnerung rufen - amüsant, nostalgisch und nachdenklich.

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Episode Description

1

Als der Ruhrpott noch schwarz-weiß war – Teil1

2

Als der Ruhrpott noch schwarz-weiß war – Teil2