Borgen - Gefährliche Seilschaften

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Politische Ränkespiele sind Alltag in einer europäischen Demokratie. Der dänische Premierminister muss zurücktreten, da seine Frau mit Staatsgeldern auf Shoppingtour war. Daraufhin kommt es zu einem Machtkampf um die Nachfolge, den schließlich Brigitte Nyborg (Sids Babett Knudsen) für sich entscheiden kann. Nyborg verspricht, ihre idealistischen Motive und Ziele, die sie in die Politik geführt haben, auch an der Spitze des Staates umzusetzen. Doch nicht nur im Kontakt mit ihrer Familie muss die Ehefrau und Mutter von zwei Kindern erkennen, dass die politischen Machtspiele existenzgefährdend sein können. Ebenfalls vorgestellt werden der Spin Doctor Kasper Juul (Johan Philip Asbæk), der im Laufe der Zeit immer zynischer geworden ist, und die sehr engagierte Journalistin Katrine Fønsmark (Birgitte Hjort Sørensen), die bei allem beruflichen Erfolg ein sehr unglückliches Privatleben führen muss.

Rated with 8.5/10 by 20 users
Episode Description

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Borgen Bloopers

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Behind Borgen [Bag om Borgen]

On Sunday, November 27, 2011 we said farewell to Birgitte Nyborg, Katrine Fønsmark and Kasper Juul after following them through thick and thin for several years. Behind the castle - fact or fiction? is about all the people who are behind the series. About their ideas, thoughts and visions and struggles along the way. Actors, directors and writers talk about their work, and politicians talk about the series in relation to their reality at Christiansborg. The program condenses the lengthy work of 3.5 years on Borgen, where the series has been a workplace for so many people.
Episode Description

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Wahlkampf

Die Parlamentswahlen in Dänemark stehen ins Haus und die Führer aller politischen Lager melden Ansprüche auf den Posten des Premierministers von Dänemark an. Dem amtierenden Premier Lars Hesselboe von den Liberalen werden Kaufbelege für Kleider seiner Frau auf Kosten des Staates zum Verhängnis, und es entsteht ein Machtvakuum, das schnell gefüllt werden muss. Der Chef der Arbeiterpartei, Michael Laugesen, der die Kaufbelege öffentlich während der Abschlussdebatte der Spitzenkandidaten im Fernsehen präsentiert hat, konnte daraus bei den Wählern keinen Vorteil für sich ziehen. Der Streit der Favoriten führt dazu, dass die Wähler ihre Stimmen den Moderaten geben, und sorgt dafür, dass Birgitte Nyborg als deren Spitzenkandidatin einen völlig unerwarteten Wahlerfolg feiern kann. Die dänische Königin bittet sie nun sogar, als erste Premierministerin ein handlungsfähiges Kabinett zu formen. Die junge Journalistin Katrine Fønsmark, die ein Verhältnis mit dem verheirateten Berater des scheidenden Premiers hat, muss eines Nachts einen schweren Schicksalsschlag hinnehmen ...

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Zähl bis 90

Birgitte Nyborg ist die unumstrittene Gewinnerin der Wahl. Trotzdem braucht sie starke Koalitionspartner, um ein mehrheits- und handlungsfähiges Kabinett auf die Beine stellen zu können. Die schwierigen Verhandlungen mit den Führern der anderen Parteien bestärken die Machtbestrebungen der politischen Gegner Brigittes um Michael Laugesen; sogar der abgewählte Premier Lars Hesselboe wittert wieder eine Chance, an der Macht bleiben zu können. Die immer länger werdende Übergangsphase bringt zunehmend Unruhe ins Land und Birgitte beginnt daran zu zweifeln, tatsächlich noch die erste Frau an der Spitze einer dänischen Regierung werden zu können. In dieser Situation steht Birgitte ihr erfahrener Mentor Bent Sejrø tatkräftig und mit ermutigendem Rat zur Seite. Bei alledem gerät die Beisetzung Ole Dahls, des verstorbenen Beraters Hesselboes, in den Hintergrund.

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Die Kunst des Möglichen

Weihnachten in Kopenhagen: Nach einigen Schwierigkeiten schafft es Birgitte, ihren ersten Haushalt als Premierministerin mit Hilfe des Neuen Zentrums zu verabschieden. Michael Laugesen hat in der Zwischenzeit seine politischen Ämter niedergelegt und versucht nun, wo er kann, als Chefredakteur des "Ekspres", neue Nadelstiche gegen Birgittes Regierung zu setzen. Die stellt deshalb einen jungen Rhetorik-Professor als Pressechef ein, der sich ziemlich schnell als unfähig erweist, mit der rauen Gangart der Presse schrittzuhalten. In dieser Situation muss die Premierministerin auf Kasper Juul zurückgreifen, den sie eigenhändig entlassen hatte, der aber schlichtweg der beste verfügbare Presseberater ist. Indes steht für die junge Journalistin von TV1, Katrine Fønsmark, ausgerechnet an Weihnachten eine schwere Entscheidung an: Das Kind des verstorbenen Ole Dahl, das sie im Bauch trägt, müsste ohne seinen Vater aufwachsen ...

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Der Informant

Katrine sieht ihre große Chance, als aus einer anonymen Quelle Fotos von Guantanamo-Häftlingen auf der Thule Air Base in Grönland auftauchen. Gibt es ein CIA-Gefängnis auf dänischem Territorium, ohne, dass die Premierministerin etwas davon wüsste? Katrine will die Story so schnell wie möglich auf TV1 bringen, ihr Informant, ein ehemaliger Geheimdienstler, hält sich jedoch bedeckt und möchte unerkannt bleiben. Unterdessen muss die junge Journalistin feststellen, dass bei ihr eingebrochen wurde; bald hat sie den dänischen Geheimdienst auf den Fersen. Dieser droht seinem ehemaligen Mitglied mit übler Denunziation, so dass Katrines Informant zunehmend unter Druck gerät. Die Fotos schlagen indes immer größere Wellen und Birgitte entschließt sich zu einem Staatsbesuch beim grönländischen Premier. Bei dieser Gelegenheit zeigt sich, dass auch bei den dänischen Beziehungen zu Grönland viel Nachholbedarf besteht ...

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Wenn Männer lieben

Kasper Juul erliegt zunehmend den weiblichen Reizen im Regierungskabinett: Grund dafür ist Henriette Klitgaard. Die attraktive Wirtschaftsministerin in Birgittes Kabinett regt eine gesetzliche Frauenquote für dänische Unternehmen an und kann Birgitte davon überzeugen. Entgegen aller Widerstände versucht die Premierministerin, das Gesetz zu verabschieden. Zunächst kommen pikante Details des in Zügen unmoralischen Privatlebens der jungen Ministerin Klitgaard ans Licht und machen in der von Industriellen kontrollierten Presse die Runde; Birgitte stellt zudem fest, dass Klitgaards Lebenslauf gefälschte Zeugnisse enthält. Als der einflussreichste Unternehmer Dänemarks sich gegen die geplante Frauenquote ausspricht und droht, seine Werke ins Ausland zu verlagern, wird das Projekt der beiden Frauen zum ernsten Härtetest für die Regierung Nyborg. Birgitte entscheidet sich letztendlich dazu, auf Konfrontationskurs mit der Industrie zu gehen und geht dabei ein hohes Risiko ein ...

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Pressefreiheit

Der zwielichtige turgisische Präsident Grozin möchte dänische Windkrafttechnologie kaufen und kommt zu Staatsbesuch nach Kopenhagen. Grozin, dem Menschenrechtsverletzungen an politischen Gegnern vorgeworfen werden, gefällt es jedoch nicht, dass Birgitte zur gleichen Zeit einen regimekritischen Dichter, Vladimir Bayanov, in Dänemark duldet. Grozin sieht in Bayanov einen Terroristen und fordert dessen Auslieferung nach Turgisien. Er droht mit einem Umdenken hinsichtlich seines milliardenschweren Auftrags an die dänische Industrie. Ihm reicht nicht, dass Birgitte Bayanov schon ohne hinreichende Beweise in Untersuchungshaft hat nehmen lassen. Mit einer List und der Hilfe von Katrine Fønsmark versucht die Premierministerin, Grozin zur Unterschrift zu bewegen und Bayanov die Auslieferung zu ersparen. Auch im Privaten knistert es: Kasper gefällt es gar nicht, dass Katrine ein Verhältnis mit ihrem Fitnesscoach anfängt. Birgittes Mann Phillip ist indes genervt von deren Vater, der ein paar Tage zu Besuch gekommen ist und gerade von seiner Frau verlassen wurde.

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Der Abhörskandal

Der Regierung steht ein Abhörskandal ins Haus: Anne Sophie Lindenkrone, der Vorsitzenden der Solidarischen Sammlung, fallen bei Bürosanierungen Überwachungskameras in die Hände. Troels Höxenhaven, der Innenminister, der die Geräte hat installieren lassen, gerät unter Druck, lässt jedoch gegen Birgittes Willen ein Tonband veröffentlichen, auf dem terroristische Äußerungen Lindenkrones zu hören sind und das so die Überwachung legitimiert. Höxenhaven verliert damit das Vertrauen der Premierministerin; das Kabinett wird geschwächt. Auch im Privaten stehen Umbrüche bevor: Katrine hat das Verhältnis zu ihrem Fitnesscoach intensiviert, obwohl die beiden ganz unterschiedliche Interessen haben. Währenddessen steht Birgittes Ehe mit Phillip vor einer harten Probe: Die Familie der Regierungschefin kommt mehr als einmal zu kurz, und ausgerechnet in dieser Situation muss sich Phillip den Reizen einer aufdringlichen Studentin erwehren ...

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Sauregurkenzeit

Michael Laugesen, der neue Chefredakteur des "Ekspres", lässt das Sticheln nicht bleiben: Er bringt ein Buch heraus, in dem er angeblich pikante Details der Machenschaften hinter den Kulissen der politischen Bühne von Kopenhagen veröffentlicht. Einige der Minister spielen sich daraufhin über das nötige Maß hinaus auf und befürchten Denunziationen vonseiten Laugesen. Birgitte muss ihr Kabinett zum Stillschweigen bezüglich aller Vorwürfe bringen, um das neugierig erwartete Buch als bloße Klatschgeschichte abzutun. So gerät der Familienurlaub der Premierministerin in den Hintergrund: Sie kann nicht von ihrer Arbeit lassen, und die Familie muss wegen des Ärgers früher als geplant abreisen. Zudem nimmt Phillip einen lukrativen Job als Vorstand eines großen Unternehmens an, was das Familienidyll zusätzlich belastet. Kasper indes wird von seiner Vergangenheit eingeholt: Seine Mutter erzählt ihm, dass sein Vater gestorben sei und dass Kasper ihr bei den Formalitäten der Bestattung helfen soll. Für Kasper jedoch bedeutet dies eine teils schmerzhafte Reise in die Abgründe seiner Kindheit ...

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Teile und herrsche

Im Zusammenhang mit den Militärausgaben werden Anschuldigungen der Korruption laut. Dies hat sogar Auswirkungen auf den Ehemann der Premierministerin, der einen neuen Job angenommen hat.

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Der erste Dienstag im Oktober

Nach einem Jahr im Amt sind die Umfragewerte der Premierministerin im Keller, die Regierung ist in einen internationalen Konflikt verwickelt und ihre Ehe hängt an einem seidenen Faden. Während sie sich auf das folgende Jahr vorbereitet, muss sie sich die Frage stellen, was ihr wirklich wichtig ist.
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Einsatz in Afghanistan

Während eines Besuches der Premierministern Birgitte Nyborg in Afghanistan kommt es zu einem schweren Angriff der Taliban. Birgitte Nyborg und ihr Team werden umgehend ausgeflogen. Noch vor ihrer Rückkehr nach Dänemark macht der brutale Überfall Schlagzeilen: Acht dänische Soldaten sind bei dem Anschlag ums Leben gekommen, so viele wie nie zuvor. Alle Augen sind auf die nächsten Schritte der Premierministerin gerichtet. Birgitte Nyborg steht vor der schwierigsten Entscheidung ihrer bisherigen Amtszeit: Kann sie noch an dem angekündigten Rückzug der Truppen angesichts dieser Ereignisse festhalten? Eine NGO-Mitarbeiterin führt ihr die Bedeutung der Nato-Initiative für die afghanische Bevölkerung eindringlich vor Augen. Doch ihr Mentor Bent Sejrø erinnert sie an die Unvereinbarkeit der militärischen Präsenz in Afghanistan mit der Parteilinie der Moderaten. Indes nutzen die politischen Gegenspieler die Situation, um die Position der Premierministerin zu schwächen. Dass gleichzeitig ihr Mann Philip nicht nachlässt, Birgitte zur Unterschrift der gemeinsamen Scheidungspapiere zu bewegen, erleichtert ihre Anspannung nicht gerade. Schließlich sucht die Premierministerin Rat bei dem Oberst der dänischen Einsatztruppe in Afghanistan. Zögerlich erklärt dieser ihr die Notwendigkeit eines koordinierten internationalen Einsatzes von mindestens fünf weiteren Jahren. Auch die mittlerweile für den „Ekspres“ schreibende Journalistin Katrine Fønsmark arbeitet an einem Bericht über die Ereignisse in Afghanistan. Ihr Chef, der ehemalige Spitzenkandidat der Arbeiterpartei, Michael Laugesen, will einen Artikel, der das zögerliche Handeln der Premierministerin für den Tod von Soldaten verantwortlich macht. Doch Katrine selbst möchte über das Schicksal eines der verstorbenen Soldaten schreiben. Aufhänger dafür soll dessen Abschiedsbrief an die Familie sein, den jeder Soldat vor Beginn seines Einsatzes zu verfassen hat. Es scheint jedoch unmöglich, den trauernden und in sich gekehrten Vater des jungen Soldaten von diesem Vorhaben zu überzeugen. Wie weit darf sie als Journalistin für eine gute Story gehen?

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Wer wird EU-Kommissar?

Birgitte Nyborgs Wahl des neuen EU-Kommissars gestaltet sich schwieriger, als es sich die Premierministerin vorgestellt hat. Der erfahrene Bent Sejrø scheint ein naheliegender Kandidat, zumal die politischen Reibungen mit ihrem alten Parteifreund ein zunehmendes Problem innerhalb der Partei darstellen. Könnte es sein, dass Birgitte Nyborg versucht, Bent Sejrø auf diese Weise loszuwerden? Genau dieses Kalkül glaubt Sejrø in Birgittes Vorschlag zu erkennen und lehnt – enttäuscht von seiner ehemals engvertrauten Freundin – ab. Jacob Kruse, die zweite Wahl der Premierministerin, nutzt indes die ausstehende Nominierung, um seine machtpolitischen Ambitionen voranzubringen. Aber niemand hätte geahnt, wie weit Kruse für seine Ziele bereit ist zu gehen: Als Sejrø seine Meinung ändert und doch nach Brüssel möchte, verschweigt Kruse sein Wissen um dessen labile Gesundheit. Doch schon am Tag der Präsentation des neuen EU-Kommissars zahlen sich die folgenschweren Konsequenzen von Kruses Schweigen aus: Sejrø erleidet einen schweren Schlaganfall und muss auf unabsehbare Zeit ins Krankenhaus. Schuld, so die Schlagzeilen, sei die Premierministerin. Als schon bald darauf Kruses intrigantes Spiel ans Licht kommt, ist die von Sejrøs Zustand stark mitgenomme Premierministerin außer sich vor Wut … Währenddessen verfolgen die beiden „Ekspres“-Reporterinnen Katrine Fønsmark und Hanne Holm die schwierige Entscheidungsfindung der Regierung. Hanne wirkt dabei seltsam abwesend. Bald zeigt sich, wie sehr die sonst so souveräne Reporterin unter dem schlechten Verhältnis zu ihrer Tochter leidet. Als sie wieder zu trinken beginnt, kümmert sich Katrine um sie und lädt ihre Kollegin zu ihrem Geburtstagsessen mit Kasper ein. Dieser kann kaum verbergen, wie sehr er trotz seiner neuen Freundin noch an Katrine hängt …

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Machtkampf

Die Regierung arbeitet an einem neuen Reformpaket: Dänemarks „Gemeinsame Zukunft“. Das Sozialpaket soll sich aus dem gekürzten Budget der Vorruhestandsgelder finanzieren. Alles scheint zur Verabschiedung des Paktes bereit. Doch kurz bevor die Premierministern der Presse die neue Reform präsentieren will, entzieht ihr der Vorsitzende der Arbeiterpartei die Unterstützung: Bjørn Marrot kann der Kürzung der Vorruhestandsgelder bis zu dem gemeinsamen Beschluss seiner Partei nicht zustimmen. Die zunehmende Uneinigkeit innerhalb der Arbeiterpartei lenkt von der eigentlichen Entscheidung ab. Nicht das Reformpaket, sondern Gerüchte um Björn Marrot bestimmen die Presse. Bei dem angesetzten Seminar der Koalition kommt es zum Eklat: Marrot tritt zurück, und der Vizepräsident der Arbeiterpartei Troels Höxenhaven übernimmt das Amt. Die Premierministerin gerät zunehmend unter Druck. Sie fürchtet den schon früher als intrigant aufgefallenen Höxenhaven. Auch zu Hause hat Birgitte Nyborg zu kämpfen. Als Phillip seine neue Freundin vorstellen will, kann Birgitte ihre Betroffenheit nur schwer vertuschen. So kommt es zu mehreren Anläufen, bis die Kinder schließlich die neue Partnerin kennenlernen. Betrübt muss sie mit anhören, wie ihr Sohn und ihre Tochter begeistert von dem Kennenlernen erzählen … Kasper indes kann seine Gefühle für seine Ex-Freundin Katrine nicht mehr zurückhalten. Bei dem gemeinsamen Besuch des Regierungsseminars ergreift er seine Chance und folgt Katrine ins Hotelzimmer. Auch im Zimmer nebenan wird noch nicht geschlafen. Der Fotopraktikant, den der „Ekspres“-Chef Laugesen unbedingt bei dem Seminar dabei haben wollte, ist dort mit Höxenhaven verschwunden …

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Auf in den Kampf!

Somalische Piraten haben erneut dänische Schiffe entführt. Höxenhaven nutzt die emotional aufgeladene Situation, um sich zum Liebling der Öffentlichkeit zu machen: Er lässt sich mit den Kindern der Angehörigen fotografieren und verspricht politische Maßnahmen, ohne sich mit der Premierministerin abzusprechen. Umfragen zeigen, dass die Beliebtheit der Arbeiterpartei unter seiner Führung zunehmend wächst – der Höxenhaven-Effekt. Höxenhaven will Premierminister werden. Als er Birgitte Nyborg seine Ambitionen ankündigt, ist der Machtkampf endgültig eröffnet. Doch dann tauchen Fotos auf, die zeigen, wie Höxenhaven seine Frau mit einem jungen Mann betrügt. Erschüttert lässt er umgehend seine Ämter fallen und greift zu einer Überdosis Schlaftabletten … Die Journalistinnen Katrine und Hanne wissen von den kompromittierenden Fotos. Ihr Chefredakteur, Michael Laugesen, hat sie ihnen präsentiert: Das Doppelleben des neuen Außenministers soll die Titelstory der nächsten „Ekspres“-Ausgabe geben. Doch Katrine und Hanne finden heraus, dass der junge Mann auf den Bildern von Laugesen bewusst auf Höxenhaven angesetzt worden war. Birgitte unternimmt derweil einen letzten Versuch, ihr Privatleben zu retten. Bei einem gemeinsamen Essen wirft sie Phillip vor, zu früh aufgegeben zu haben. Doch ihr Ex-Mann macht ihr klar, dass sie seit über einem Jahr geschieden sind und es für ihn kein Zurück gibt. Birgitte betrinkt sich. Als ihr Chauffeur ihr später am Abend Unterlagen vorbeibringt, schläft die zunehmend vereinsamte Premierminister mit ihm. Nun ist es an Kasper, die Situation wieder ins Reine zu bringen.

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Wer einen Baum pflanzt ...

Das Reformpaket „Gemeinsame Zukunft“ signalisiert folgenreiche Veränderungen für Dänemark. Eine bloße Abstimmungsmehrheit reicht der Premierministerin deshalb nicht, sie sucht den breiten Konsens aller Parteien und macht dafür immer mehr Zugeständnisse. Umwelt- und Energieminister Amir, der Vorsitzende der Milieupartei, will sich auf keine weiteren Kompromisse mehr einlassen. Um ihn ein wenig zurechtzurücken, schmiedet der Medienberater Kasper einen zweifelhaften Plan: Dass der sonst so idealistische Umweltpolitiker schon lange einen benzinschluckenden Cadillac fährt, werde die Presse sicherlich interessieren. Birgitte willigt ein und schon bald darauf häufen sich die Schlagzeilen. Als die Medien auch vor seiner Familie nicht haltmachen, beschließt der schwer angeschlagene Politiker sich vollständig aus der Politik zurückzuziehen. Auch die Milieupartei tritt aus der Regierung aus. Birgitte ist tief getroffen. Doch es bleibt kaum Zeit, um sich ihrer Mitschuld an den jüngsten Ereignissen zu stellen: Innerhalb von 24 Stunden muss sich die Regierung neu bilden oder aber es müssen Neuwahlen ausgeschrieben werden … Die jüngsten Ereignisse lassen Birgitte immer mehr an ihren Kindern vorbeileben. Sie bemerkt nicht, wie sehr ihrer Tochter Laura die Aufmerksamkeit ihrer Mutter fehlt und schickt sie gegen ihren Willen in ein Ferienlager. Als Laura dort unter Angstzuständen völlig zusammenbricht, ist es die neue Freundin von Phillip, Cecilie, die erreichbar ist und Laura abholen kommt. Birgitte fällt aus allen Wolken. Katrine ist indes auf der Suche nach einem neuen Job und erwägt als Pressesprecherin von Lars Hesselboe zu arbeiten. Schon nach kurzer Zeit stellt sie jedoch fest, dass sie auch in dieser Position gegen ihre Überzeugungen arbeiten muss …

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Strafmündig

Vor dem anstehenden Verkauf des Elternhauses muss Kasper Juul diesen verhassten Ort noch einmal aufsuchen. Wieder kommen schreckliche Bilder seiner Kindheit in ihm hoch. Nur einen einzigen Karton wird Kasper aus dem ganzen Haus mitnehmen: Dokumente, die die Verurteilung seines Vaters und dessen Freunde wegen jahrelangen sexuellen Missbrauchs an ihm bezeugen. Damals hat der zwölfjährige Kasper diesem grausamen Alptraum nur mit einem Messer ein Ende setzen können. Just zu dieser Zeit diskutiert Dänemarks Regierung die Herabsetzung der Strafmündigkeit von 14 auf zwölf Jahre. Genau das Alter, das Kasper in seiner Jugend vor der Gefängnisstrafe bewahrt hat. Als Sven Åge Saltum, der Vorsitzende der Freiheitspartei, den Antrag stellt, kommt es zum Eklat: Kasper kann seine Emotionen nicht mehr steuern. Jüngste Vorfälle scheinen indes den neuen Gesetzesvorschlag zu rechtfertigen: Saltum wird von einer Horde Jugendlicher verletzt und in der Presse mit einem großen Verband abgelichtet. Premierministerin Birgitte Nyborg lässt sich davon nicht beeindrucken und nimmt den Kampf mit dem gespaltenen Parlament auf. Als sich der frisch von seiner neuen Freundin verlassene Kasper ohne Absprache in die Pläne der Regierung einmischt, droht er seinen Job als Birgittes Medienberater erneut zu verlieren. Ernüchtert gesteht er wenig später Katrine seine Liebe und übergibt ihr den Karton mit seinen „Geheimnissen“. Auch privat kämpft Birgitte Nyborg mit einem neuen Problem: Ihre Tochter Laura muss wegen ihrer Angstattacke zu einem Psychiater und soll Antidepressiva einnehmen. Phillip und Cecilie, dessen neue Lebensgefährtin, haben das bereits geahnt. Aber Birgitte will das nicht wahrhaben und sträubt sich gegen die Vorstellung …

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Bürgerkrieg in Kharun

Innenpolitisch sieht es für Birgitte Nyborg schlecht aus: Meinungsumfragen zufolge würde im Falle von Neuwahlen die Partei der Moderaten verlieren. Als der Industrieboss Joachim Chrone die Aufmerksamkeit der Premierministerin auf den Bürgerkrieg im afrikanischen Kharun lenkt, werden ihre politischen Prinzipien herausgefordert: Kann sie als dänische Premierministerin einen Beitrag zu einem baldigen Ende des blutigen Konflikts leisten und damit ihrer eigenen Partei zu neuer Popularität verhelfen? Birgitte Nyborg will das riskante Wagnis auf sich nehmen und versammelt ein starkes Team um sich. Der inzwischen genesene Bent Sejrø steht ihr beratend zur Seite. Chrone soll im Falle eines Scheiterns seinen Einfluss auf die Medien gelten machen. Auch Amir, der ehemalige Vorsitzende der Milieupartei, wird als arabisch sprechender Vermittler gebraucht und willigt schließlich ein. Zusammen nehmen sie den weiten Weg nach Kharun auf sich, um die sich bekriegenden Parteien zu einer gemeinsamen Friedensverhandlung zu bewegen. Die Gespräche mit den beiden Präsidenten gestalten sich schwierig. Doch schließlich gelingt es der Premierministerin, die verfeindeten Staatsmänner von einem Treffen in Kopenhagen zu überzeugen. Die plötzliche Abreise nach Afrika verbessert Birgittes Beziehung zu ihrer inzwischen depressiven Tochter nicht. Entgegen der ausdrücklichen Verordnung des Arztes, weigert sich Laura, die Antidepressiva einzunehmen. Medienberater Kasper ist derweil damit beschäftigt, das Vorhaben der Premierministerin bis zu ihrer Rückkehr geheim zu halten. Auch Katrine, die er seit der Trennung von seiner Freundin Lotte immer häufiger sieht, darf nichts von der Kharun-Reise der Premierministerin wissen. Doch die Journalistin, die mittlerweile für den Fernsehsender TV1 arbeitet, hat längst von Chrones unangekündigtem Besuch bei der Premierministerin erfahren und glaubt Kaspers Ausflüchten nicht. Heimlich geht sie an seine Tasche und findet Dokumente, die den Afrika-Aufenthalt der Premierministerin bestätigen …

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Friedensverhandlungen

Die ganze Welt schaut auf Kopenhagen: Premierministerin Birgitte Nyborg erwartet die Ankunft der Präsidenten von Süd- und Nordkharun. Doch kurz bevor die verfeindeten Staatsmänner in Dänemark aufeinander treffen sollen, wird ein Angriff südkharunischer Truppen auf die wichtige Ölstadt Orisia gemeldet. Der nordkharunische Präsident, Omar Al-Jahwar, verlässt sofort das Treffen und will binnen 24 Stunden abreisen, falls Südkharun seine Truppen nicht zurückzieht. Damit scheinen die Friedensverhandlungen gescheitert, noch bevor sie überhaupt begonnen haben. Als die Premierministerin von den chinesischen Waffen erfährt, die Nordkharuns Kriegspläne unterstützen, muss sie realisieren, dass Dänemark nur eine kleine Rolle innerhalb eines internationalen Machtkampfes spielt … Derweil gehen die TV1-Journalistinnen Katrine und Hanne der Geschichte um den dubiosen Niels Mikkelsen nach, der zusammen mit Joachim Chrone Geschäfte in Afrika macht. Es wird immer evidenter, dass Mikkelsen unter verschiedenen Identitäten auftritt und für seine Ölgeschäfte die Ermordung zahlreicher Menschen in Kauf genommen hat. Um weitere Nachforschungen zu stoppen, bietet Mikkelsen den Journalistinnen schließlich geheime Dokumente an: Nordkharun hat den Südkharun jahrelang um Milliarden von Dollar betrogen. In der Zwischenzeit ist es Birgitte Nyborg gelungen, die Chinesen von einer Verzögerung ihrer Waffenlieferung zu überzeugen. Zwölf Stunden bleiben der dänischen Regierung, um einen der grausamsten Bürgerkriege der Gegenwart zu beenden. Doch diesmal ist es TV1, der das unverhoffte Zusammentreffen der verfeindeten Präsidenten zu zerstören droht: Der Sender will mit dem nordkharunischen Betrugsskandal an die Öffentlichkeit gehen. Es gelingt Birgitte Nyborg gerade noch rechtzeitig, das Blatt zu ihren Gunsten zu wenden: Die Unterlagen stellen sich als erfolgreiches Druckmittel heraus. Schließlich unterschreiben beide Präsidenten das Friedensabkommen.

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Angriff auf die Privatsphäre

Mit brutaler Klarheit wird Birgitte Nyborg bewusst, dass ihre ständige Abwesenheit in den letzten Monaten den Zustand ihrer kranken Tochter zunehmend verschlechtert hat. Ohne zu Zögern willigt die von Schuldgefühlen geplagte Mutter deshalb in den Vorschlag des Psychiaters ein: Laura soll in die teure, aber ausgezeichnete Privatklinik Liseholm eingewiesen werden, und so die normale Wartezeit von 50 Wochen umgehen. Das Problem ist nur, dass Birgitte Nyborgs Regierung genau zu dieser Zeit plant, die Freibeträge für Privatversicherungen abzuschaffen, um dadurch die öffentlichen Krankenkassen und deren Einrichtungen zu stützen. Die Premierministerin steht vor einem Dilemma: Wie kann sie einerseits als erste Frau des Staates mit gutem Beispiel vorangehen und andererseits ihrer schwerkranken Tochter die bestmögliche Behandlung ermöglichen? Ein gefundenes Fressen für „Eskpres“-Chef Michael Laugesen: Schon bald wird die Premierministerin in der Presse als Heuchlerin beschimpft, die für ihre Familie andere Maßstäbe setzt, als sie für die Bürger Dänemarks politisch fordert. Die Liebesbeziehung zwischen dem Medienberater Kasper Juul und der TV1-Reporterin Katrine Fønsmark wird ernster: Sie wollen zusammenziehen. Um den beginnenden Gerüchten zuvorzukommen, wird es höchste Zeit, ihre beiden Chefs zu informieren. Birgitte Nyborg und Torben Friis scheinen die nicht ganz unkomplizierte Neuigkeit zu akzeptieren. Doch Katrine fühlt das Misstrauen ihres Chefs und dessen Sorge um die Objektivität einer seiner besten Journalistinnen. Zudem muss sie erfahren, dass Kasper ihren Kinderwunsch nicht teilt … Laura ist in der Zwischenzeit in Liseholm und beginnt sich dort einzuleben, bis plötzlich Fotografen auftauchen: Laugesen scheut sich nicht, das kranke Mädchen auf der Titelseite des „Ekspres“-Blattes abzulichten. Laura erleidet einen schweren gesundheitlichen Rückschlag.

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Gemeinsam in die Zukunft?

Ein Monat ist vergangen, seitdem Birgitte Nyborg den Posten der Premierministerin verlassen hat: Hans-Christian Thorsen, Birgittes Stellvertreter und Vorsitzender der Arbeiterpartei, nutzt die Zeit, um sich als Nachfolger der Premierministerin zu positionieren. Kasper Juul und Bent Sejrø sind besorgt: Birgitte Nyborg muss ihr Reformpaket unbedingt vor den nächsten Wahlen beenden, möchte sie Thorsen das Terrain nicht ganz überlassen. Doch ihre Überzeugungskünste fruchten nicht: Eine baldige Rückkehr der Premierministerin ist nicht abzusehen. Viel zu erleichtert ist die von Schuldgefühlen geplagte Mutter, endlich einmal für ihre kranke Tochter Laura da sein zu können. Laura konnte in Liseholm bleiben und wird dort täglich von ihrer Mutter besucht: Nach und nach geht es ihr besser und die Dosis der Antidepressiva kann reduziert werden. Phillip entgeht die Fürsorge seiner Ex-Frau nicht und erkennt immer mehr die alte Birgitte. Langsam und unbemerkt entflammen seine Gefühle wieder … Währenddessen wächst ein Konflikt zwischen Kasper und Katrine. Kasper hat sich geschworen, die Gene seines verhassten Vaters niemals weiterzugeben und lehnt deswegen Katrines Kinderwunsch ab. Als er schließlich realisiert, dass er seine Vergangenheit hinter sich lassen muss, scheint es bereits zu spät: Unter der Bedingung, dass Katrine vorerst kinderlos bleibt, hat sie das Angebot einer unbefristeten Stelle von ihrem TV1-Chef Torben Friis angenommen. Michael Laugesen hört indes nicht auf zu provozieren: Der Fall Birgitte Nyborg, so posaunt er in die dänische Medienlandschaft, zeige, dass Frauen vielleicht gute Mütter, aber ungeeignet für die Politik seien. Birgitte nimmt die Herausforderung an und kehrt zurück in die Politik. Nachdem sie die letzten Schritte ihres engagierten Projektes „Gemeinsame Zukunft“ umgesetzt hat, ruft sie in einer anrührenden Rede zu Neuwahlen auf …
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Zurück in die Politik

Zweieinhalb Jahre nach ihrer Niederlage bei den von ihr ausgerufenen Neuwahlen hat Birgitte Nyborg sich ins Private zurückgezogen. Als Vorsitzende verschiedener Aufsichtsräte reist sie durch die Welt und kann sich und ihren Kindern ein komfortables Leben ermöglichen. Entgegen ihren Vorsätzen verfolgt die ehemalige Premierministerin jedoch weiterhin aufmerksam die politischen Geschicke Dänemarks und muss zusehen, wie sich ihre Partei allmählich der konservativen Linie der Regierungspartei annähert. Verantwortlich dafür ist ihr ehemaliger Schützling Jacob Kruse, der sie verraten und mittlerweile ihre Nachfolge als Parteivorsitzender angetreten hat. Aus dem Gefühl heraus, handeln zu müssen, beschließt Birgitte, in die Politik zurückzukehren, zunächst mit der Absicht, ein kleineres Amt innerhalb der Partei zu bekleiden. Als Jacob ihr jedoch eine klare Absage erteilt, beschließt sie, bei den Wahlen zum Parteivorsitz einen Monat später gegen ihn anzutreten. Für die Kampagne holt sie sich Hilfe bei Katrine Fønsmark, die mittlerweile ein Kind mit Kasper Juul hat. Da das Paar jedoch getrennt lebt, teilen sie sich das Sorgerecht für den Jungen. Katrine ist bei der Kinderbetreuung auf die Unterstützung ihrer Mutter angewiesen, da sie weiterhin erfolgreich als Moderatorin arbeitet. Kasper hat ebenfalls eine Arbeit als Fernsehjournalist bei TV1 angenommen und leitet zusammen mit Chefredakteur Torben Friis das Politmagazin „Juul & Friis“. Doch auch bei dem Fernsehsender stehen die Zeichen auf Veränderung. Als Torbens Vorgesetzter durch den jungen und ehrgeizigen Alexander Hjort ersetzt wird, beginnt ein rauerer Wind durch die Redaktionen zu wehen und wo zuvor noch auf Qualitätsjournalismus gesetzt wurde, zählen fortan die Zuschauerzahlen, die steigen sollen, damit Torben nicht um seinen Job fürchten muss. Unterdessen versucht Birgitte, ihre alten Verbündeten innerhalb der Partei auf ihre Seite zu ziehen und sich so auf die nahende Wahl vorzubereiten

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Die neue Partei

Enttäuscht über ihre Niederlage bei den Wahlen für den Parteivorsitz und die neue, konservative Linie der Moderaten, begibt sich Birgitte Nyborg auf unsicheres Terrain. Da sie für sich keine Zukunft mehr im Kreise ihrer ehemaligen Parteigefährten sieht, plant sie die Gründung einer neuen populären Partei der Mitte. Nach anfänglichen Bedenken, Birgitte habe sich möglicherweise zu weit von den Wählern entfernt, sichert ihr Katrine schließlich ihre Unterstützung zu und macht sich auf die Suche nach Gleichgesinnten und potenziellen Mitstreitern innerhalb und außerhalb der moderaten Partei. Doch die Aufbruchsstimmung wird getrübt durch die Bedenken der etablierten Politiker und die Kritik von Birgittes langjährigem Vertrauten Bent Sejrø, der ihr Illoyalität vorwirft und im Affekt die Freundschaft kündigt. Gleichzeitig versucht Katrines ehemaliger Arbeitgeber, der Fernsehsender TV1, seine beliebte Moderatorin zurückzugewinnen. Die Bemühungen des neuen ebenso ambitionierten wie charmanten Programmdirektors Alexander Hjort gipfeln in einer Nacht mit Katrine, die neben ihrer Arbeit und der Betreuung ihres kleinen Sohnes sonst kaum mehr Zeit für ein Privatleben hat. Als es dann auch noch zum Zerwürfnis mit ihrer Mutter kommt, die Katrines neuen Job bei Birgitte nicht gutheißt und sie an ihre schlechte finanzielle Situation erinnert, ist Katrine auf sich alleine gestellt. Für Birgitte gilt es indes, keine Zeit zu verlieren, da sie die Parteigründung öffentlich machen will, bevor die Neuigkeit in Regierungs- und Medienkreisen durchsickert

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Der richtige Braun-Ton

Die erste Pressekonferenz von „Die Neuen Demokraten“ erweist sich als voller Erfolg für Birgitte Nyborg und ihre politischen Mitstreiter. Die Räume des Parteibüros können dem immensen Zustrom neuer Anhänger kaum standhalten und unzählige verschiedene Ideen und Vorschläge kursieren. Doch noch ist die Finanzierung nicht geklärt und so ist die Freude zunächst groß, als ein bekannter Bankier der frisch gegründeten Partei 1,5 Millionen Kronen spendet. Doch soll dieses großzügige Geschenk tatsächlich mit keiner Gegenleistung verbunden sein? Als Jon Steuervergünstigungen für Großunternehmer in seinen Entwürfen für ein Parteiprogramm vermerkt, wird Birgitte misstrauisch. Darf sich die Partei ihre Politik von Interessengruppen diktieren lassen? Um unabhängig bleiben zu können, ist zunächst ein stimmiges Parteiprogramm nötig. Doch wie lassen sich die teils höchst kontroversen Erwartungen der Mitglieder in Einklang bringen? Es ist an der Zeit für Birgitte Nyborgs neue Partei, deutlich Position zu beziehen. Unterdessen plant der Sender TV1 eine politische Diskussionsrunde zu dem Thema Integration, eines der Hauptanliegen der „Neuen Demokraten“. Um das Profil der Partei nicht zu sehr auf Birgitte allein zuzuschneiden, sucht man nach einem geeigneten Sprecher für die Sendung, der den Standpunkt der Partei glaubwürdig vertreten kann. Nach einigen Anläufen scheint die passende Kandidatin gefunden, doch diese ist derzeit noch bei TV1 unter Vertrag. Dort wird die Luft immer enger für den Nachrichtenchef Torben Friis, der in der permanenten Kritik seines neuen Vorgesetzten Alexander Hjort steht. Schließlich zwingt ihn dieser zu einer unpopulären Entscheidung, die Torben seinen Mitarbeitern dennoch als seine eigene verkaufen muss, will er seine Glaubwürdigkeit als Vorgesetzter nicht verlieren

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Schweinerei

Ein privates Abendessen Birgitte Nyborgs wird zur Staatsaffäre. Als ihr Freund, der englische Architekt Jeremy Welsh, sich in einem Kopenhagener Restaurant über Birgitte erbrechen muss, ist die Boulevardpresse am nächsten Tag voll von pikanten Bildern und Texten über den Zwischenfall. Um der Angelegenheit die Peinlichkeit zu nehmen, beschließen die „Neuen Demokraten“, offensiv mit der Affäre umzugehen und da kommt ihnen das von der Regierung geplante Gesetz, die Kontrollen für die Schweinezucht zu lockern, gerade Recht. Es stellt sich nämlich heraus, dass das Schweinefleisch, das Jeremy gegessen hatte, mit Antibiotika verseucht gewesen war. Solche Fälle könnten nach Verabschiedung des neuen Gesetzes häufiger auftreten. Eine Möglichkeit für die neue Partei der Mitte, sich deutlich gegenüber den anderen Parteien zu positionieren. Für ihre Recherchen besichtigt Birgitte den Schweinezuchtbetrieb von Katrines Bruder und ist erschrocken über die miserablen Zustände, unter denen die Tiere gehalten werden. Dank eines kompromittierenden Videos, in dem ein als Schweinezüchter tätiger Politiker der Rechten einem Ferkel vor laufender Kamera den Schwanz kupiert, gelingt es Birgitte und ihrer Partei doch noch, Premierminister Lars Hesselboe in die Enge zu treiben und somit ihre Anerkennung als Partei zu beschleunigen. Zwischen Kasper und Katrine kommt es zum Streit, als sie von seinen verschiedenen Frauengeschichten erfährt und aus Eifersucht versucht, den gemeinsamen Sohn Gustav seinem Zugriff zu entziehen. Unterdessen gelingt es Torben bei TV1 zunächst, sich als Chefredakteur der Nachrichtenabteilung zu behaupten. Doch als er den neuen Programmchef Alexander Hjort vor seinen Angestellten bloßstellt, bleibt das nicht ohne Folgen …

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Sexarbeiterinnen

Nach der Rettung dreier rumänischer Mädchen aus einem Kopenhagener Keller, in dem sie zur Prostitution gezwungen worden waren, geht ein Aufschrei der Empörung durch das liberale Dänemark. Die Vertreter der Oppositionsparteien verbünden sich, um gemeinsam über einen Gesetzesvorschlag abzustimmen, der den Kauf von sexuellen Dienstleistungen verbieten soll. „Die Neuen Demokraten“ schließen sich der Gruppe zunächst an und es scheint, als hätten sie damit die einmalige Gelegenheit, ein Gesetz gegen die Regierung zu beschließen und Lars Hesselboe damit eine empfindliche Niederlage zu bereiten. Doch Birgitte bittet um Bedenkzeit, um nähere Nachforschungen anstellen zu können, wofür sie von den Medien und den anderen Oppositionsparteien hart kritisiert wird. Tatsächlich stehen kriminelle Machenschaften wie Frauenhandel und Zwangsprostitution schon längst unter Strafe und „Die Neuen Demokraten“ werfen die Frage auf, ob den Prostituierten wirklich geholfen wäre, wenn Freier strafrechtlich verfolgt und sie damit erneut als Opfer stigmatisiert würden. Haben sie nicht auch das Recht auf berufliche Anerkennung, wenn sie genau wie alle anderen Steuern zahlen müssen? Nach einem Gespräch mit der Beauftragten einer Organisation, die sich für bessere Arbeitsbedingungen der sogenannten Sexarbeiterinnen einsetzt, müssen Birgitte und Katrine ihre Vorurteile revidieren und erkennen, dass sich über das Schicksal der betroffenen Frauen nur entscheiden lässt, wenn man ihnen auch Gehör schenkt. Zu einer öffentlichen Anhörung mit Experten zum Thema Prostitution sollen auch betroffene Frauen geladen werden, die den Beruf aus freien Stücken gewählt haben und für eine Anerkennung ihres Berufsstandes werben. Wird es Birgitte und ihrer Partei trotz heftigen Widerstands der anderen Parteien gelingen, legitime Rechte für Prostituierte zu erreichen? Bei TV1 scheinen sich die Wogen geglättet zu haben und Programmchef Alexander Hjort verhält sich Torben gegenüber unerwartet zuvorkommend. Unterdessen kommen sich Torben und seine Mitarbeiterin Pia näher …

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Schatten der Vergangenheit

„Die Neuen Demokraten“ haben ihr vorläufiges Ziel erreicht: Sie haben genügend Unterschriften gesammelt, um bei den nächsten Parlamentswahlen anzutreten, bei denen sie laut aktueller Umfragen bis zu sieben Sitze gewinnen könnten. Dafür benötigen sie jedoch noch geeignete Kandidaten für die einzelnen Wahlbezirke. Birgitte schlägt den hoch angesehenen Ökonomieprofessor Søren Ravn als Finanzsprecher vor, der zudem die Ausarbeitung eines fundierten Wirtschafts- und Finanzprogramms der Partei vorantreiben könnte. Jon fühlt sich durch dieses Vorhaben zurückgesetzt und Erik meldet Bedenken angesichts der kommunistischen Vergangenheit Ravns sowie seines Rufs als Frauenheld an. Doch die beiden werden von den weiblichen Parteimitgliedern, die von Ravns unkonventionellem Charme angezogen sind, überstimmt. Die Entscheidung für den Nobelpreis-nominierten Ravn trifft zunächst auf breite positive Resonanz in der Bevölkerung, aber auch vonseiten der anderen Parteien. Doch bereits kurz nach seiner offiziellen Ernennung holt Ravn seine Vergangenheit ein, als die Medien immer wieder neue pikante Details aus seiner Zeit als Anhänger der Kommunistischen Partei ans Licht bringen. Die „Neuen Demokraten“ beschließen, offensiv gegen die haltlosen Anschuldigungen vorzugehen und Ravns früheres Leben öffentlich zu machen. Doch ist Ravns Weste wirklich so weiß, wie er vorgibt? Die Medien jedenfalls werden nicht ruhen, bevor sie nicht einen belastenden Beweis gegen Ravn in der Hand haben … Diese für Birgitte äußerst unangenehme Situation wird zusätzlich überschattet von einer ernsten ärztlichen Diagnose, die sie zu sofortigem Handeln zwingt. Für Torben wird die Luft immer dünner bei seinem Sender TV1. Da er den permanenten Druck von seinem 20 Jahre jüngeren Chef Alexander nicht mehr erträgt, hält er nach möglichen beruflichen Alternativen Ausschau.

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Das Desaster

Mit der Gewissheit, keine parlamentarische Mehrheit für seinen geplanten Wirtschaftsstabilitätsplan erreichen zu können, zieht Premierminister Lars Hesselboe die Konsequenzen: Er ruft eineinhalb Jahre vor dem eigentlichen Ende der Legislaturperiode Neuwahlen aus. Die Neuigkeit trifft sowohl die Medien als auch die anderen Parteien völlig unerwartet. Nur die Moderaten, Birgittes ehemalige Partei, scheinen nicht überrascht und schlagen sich verblüffend schnell auf die Seite der regierenden Liberalen. Hatten die beiden Parteien das taktische Manöver bereits von langer Hand geplant? Indes laufen die Vorbereitungen für den Wahlkampf auf Hochtouren. Für die „Neuen Demokraten“ ist die Lage besonders heikel, da es ihnen noch an finanziellen Mitteln, genügend Kandidaten und einem ausgearbeiteten Finanzkonzept fehlt. Und das kurz vor einem Wahlkampf, in dem wirtschaftliche Fragen das zentrale Thema bilden werden. Für Birgitte, die sich gerade mitten in ihrer Tumortherapie befindet, ist der Zeitpunkt der Neuwahlen denkbar ungünstig. Geschwächt von der Behandlung gelingt es ihr ohnehin nur mit Mühe und Not, Familie und Politik unter einen Hut zu bekommen. Nicht die besten Voraussetzungen, um einen Wahlkampf zu organisieren, der über die politische Zukunft der „Neuen Demokraten“ entscheiden wird. Es fällt ihr immer schwerer, nach außen Haltung zu wahren und sich nichts von den gesundheitlichen Strapazen anmerken zu lassen. Bei Katrine und den anderen Parteimitgliedern stoßen Birgittes häufiges Fehlen und ihre Unkonzentriertheit daher auf Unverständnis. Als sie dann noch vor laufenden Kameras ihre Konzeptlosigkeit in wirtschaftlichen Fragen offenbart und dafür öffentlich bloßgestellt wird, scheint die Katastrophe perfekt.

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Der Verrat

Nach ihrem unvorteilhaften und vieldiskutierten Fernsehauftritt bei TV1 entschließt sich Birgitte Nyborg auf Drängen der Parteifreunde, mit ihrer Brustkrebserkrankung an die Öffentlichkeit zu gehen. Ihr schlägt eine Welle der Sympathie entgegen, doch Birgitte muss feststellen, dass sie sich und ihre Partei ins politische Abseits katapultiert hat. Die Oppositionsparteien der politischen Linken, denen sich die „Neuen Demokraten“ angeschlossen hatten, lassen Birgitte bei der Ausarbeitung eines Wahlprogramms außen vor und so sieht sich ihre Partei gezwungen, einem Entwurf zuzustimmen, der sich erheblich von den eigenen Leitlinien unterscheidet. Die „Neuen Demokraten“ beschließen daraufhin, auf anderem Gebiet zu punkten und sich einem ihrer Kernthemen, Bildung, zu widmen. Da kommt ihnen unversehens Jacob Kruse von den Moderaten mit den exakt gleichen Ideen zuvor. Die „Neuen Demokraten“ müssen sich gegen die berechtigten Vorwürfe verteidigen, überflüssig geworden zu sein. Können sie sich noch als Partei der Mitte halten, wenn ihr Programm sich kaum von dem der Moderaten unterscheidet? Als Jacob Kruse mit weiteren Plänen an die Öffentlichkeit tritt, die den „Neuen Demokraten“ nur allzu bekannt sind, wird Birgitte hellhörig. Jemand aus dem inneren Kreis der Partei muss vertrauliche Informationen an Jacob Kruse weitergeleitet haben. Doch welches der Gründungsmitglieder hätte Interesse daran, die eigene Partei zu verraten? Um das politische Überleben der „Neuen Demokraten“ zu sichern, bleibt Birgitte nur ein Ausweg … Unterdessen kämpft TV1 weiterhin um die besten Einschaltquoten im aktuellen Wahlkampf. Torben verbringt nun Tag und Nacht in der Sendeanstalt. Als seine Frau von der Affäre mit Pia erfährt, zwingt sie ihn zu einer folgenschweren Entscheidung.

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Die Debatte

Die Umfragewerte für die „Neuen Demokraten“ haben sich auf niedrigem Niveau stabilisiert. Birgitte will in einer Fernsehdebatte mit Jacob Kruse die Unterschiede der Parteien klären, um die „Neuen Demokraten“ schärfer von den Moderaten abzusetzen und besser zu positionieren. Sie zeigt drastisch auf, was die Moderaten unter Kruse alles falsch machen. Kruse lanciert daraufhin mit Hilfe des „Ekspres“ eine Schmutzkampagne gegen Birgitte. Die „Neuen Demokraten“ verlieren immer mehr an Stimmen. Birgittes ehemaliger Spindoktor Kasper schlägt vor, eine alte, schmutzige Geschichte von Jacob Kruse zu verwenden, die er zugespielt bekommen hatte. Das lehnt Birgitte ab, da es unter ihrem Niveau sei, sie möchte Kruse lieber mit Sachargumenten schlagen. Doch als ein Reporter ihre Tochter belagert und damit in ihr Privatleben eindringt, will Birgitte die Geschichte benutzen. Ökonom Søren Ravn hat inzwischen gravierende Fehler im Wirtschaftsprogramm der Moderaten entdeckt. Er überredet Katrine, die Kruse-Geschichte nicht an die Presse zu geben und inhaltlich zu argumentieren. Sørens Berechnungen helfen Birgitte in der Schlussdebatte, Kruses Versprechungen als falsch zu entlarven. Er rastet vor laufender Kamera aus. Birgitte glaubt bestürzt, einen neuen Knoten in ihrer Brust entdeckt zu haben. Torben setzt sich über die Vorgaben seines Programmchefs Alexander Hjort hinweg, aus der Schlussdebatte vor der Wahl eine Gameshow zu machen, und wird prompt in Alex’ Büro beordert.

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Die Wahl

Am Wahltag steigen die Umfragewerte für die „Neuen Demokraten“ stetig. Birgitte ist wegen ihres neu entdeckten Knotens in der Brust verzweifelt und bekommt erst mittags einen Arzttermin. Ihr behandelnder Arzt kann sie aber beruhigen, denn es hatte sich nur Lymphwasser gebildet. Die ersten Hochrechnungen der Wahlergebnisse ergeben 13 Mandate für die „Neuen Demokraten“, ein herausragendes Ergebnis für eine neue Partei. Nun sind sie das Zünglein an der Waage, da die Moderaten ein historisch schlechtes Wahlergebnis erzielt haben. Am Abend beginnen die Koalitionsgespräche. Sozialdemokrat Hans Christian Thorsen möchte Birgitte auf seine Seite ziehen, aber Anne Sophie Lindenkrone stellt Forderungen, die Birgitte ablehnt. Ein Gespräch mit dem Konservativen Hesselboe verläuft auch noch nicht nach ihren Wünschen. Thorsen meldet sich erneut. Da er Angst hat, von seiner Parteifreundin Pernille Madsen abgesägt zu werden, entschließt er sich, Birgitte als Premierministerin vorzuschlagen. Aber statt Lindenkrone wäre jetzt Benedikte Nedergaard von der rechtsextremen Freiheitspartei dabei, die Svend Åge Saltum abgelöst hat. Birgitte spricht mit Bent, um das Für und Wider auszuloten. Sie trifft sich erneut mit Lars Hesselboe und stellt ihm ein Ultimatum. Bei TV1 schlagen die Wogen hoch: Torben wird aufgrund seiner Verweigerung von Alex’ Programmdirektiven fristlos entlassen. Aber Hanne und Ulrik machen sich für ihn stark, weisen auf seine Unersetzbarkeit am Wahltag hin und erwirken so sein Zurückkommen …